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Caruso

Hallo Katzenfreunde!

Ich bin Caruso der Fischereihafenkater.

Und ich möchte euch jetzt mal erzählen was hier im Fischereihafen
und an einigen anderen Orten in Bremerhaven für mich und meine
einhundertzwanzig Kumpels so alles getan wird.
Also: Stellt euch mal vor, da kommen doch tatsächlich jeden Tag, egal
bei welchem Wetter, so ein paar Menschen vorbei und füttern uns. Meine
Kumpels und ich nennen sie nur die Dosenöffner. Die haben im gesamten
Fischereihafengebiet dreiundzwanzig Futterstellen für uns eingerichtet und tolle
Futterhäuser gebaut. Die Futterhäuser und die Futternäpfe werden regelmäßig gereinigt.
Unsere Tischmanieren sind nämlich nicht die besten.
Täglich werden 2-3 Paletten Katzenfutter ( das sind 48-72 Dosen) und bis zu 6 kg Trockenfutter verfüttert.
Wenn es kalt oder nass ist, und das ist ziemlich häufig der Fall, dann verkrümeln wir uns in unsere Schlafhäuser. Die haben auch die Dosenöffner für uns gebaut. Die Schlafhäuser sind aus Styroporkisten gebastelt, die früher zum Transport von tiefgekühlten Fisch gebraucht wurden. Sie sind wetterfest verpackt und mit Stroh gefüllt.
Leider gibt es für uns ein Thema, das überhaupt nicht schön ist. Irgendwann kommt zu jedem von uns ein Dosenöffner und nimmt uns mit. Es geht dann zum Tierarzt, und was da mit uns passiert das mag ich gar nicht beschreiben. Die Dosenöffner nennen das kastrieren. Sie sagen das ist besser für uns, aber das möchte ich bezweifeln. Da im Fischereihafen fast alle Katzen kastriert sind, gibt es hier nicht mehr so viele Babys. Trotzdem kommen immer noch zu viele an anderen Orten auf die Welt. Die Babys werden dann dort eingefangen und auf der sogenannten Babystation aufgepäppelt und medizinisch versorgt. Das bedeutet entfloht, entwurmt und an den Menschen gewöhnt sodass sie keine Angst mehr haben. Jedes Baby wird dann mit einer Schutzgebühr und einem Schutzvertrag an einen netten Menschen vermittelt. Eine richtige Auffangstation für heimatlose Katzen wäre der größte Wunsch der Dosenöffner.
Wenn einer meiner Kumpels mal krank wird, dann kommt er zu einem von den Dosenöffnern nach Hause bis es ihm wieder besser geht. Nur in ganz schlimmen Fällen in denen der Tierarzt nicht mehr helfen kann, stimmen die Dosenöffner einer Einschläferung zu. Aber zum Glück passiert das nur selten.
Alle anfallenden Unkosten wie z. B. Benzingeld werden von den Dosenöffnern privat getragen, so dass die gespendeten Mäuse ausschließlich nur für uns Fischereihafenkatzen verwendet werden können.
Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, ist das eine menge Arbeit die tagtäglich gemacht werden muss. Daher suchen die Dosenöffner immer nette Leute die Interesse haben aktiv mitzumachen. Und wie man mir erst kürzlich sagte werden ganz dringend Pflegeplätze für meine Kumpels benötigt. Also meldet euch . Vielleicht treffen wir uns dann mal...


Es grüßt euch
Fiete der Fischereihafenkater

„Wild & Frei“ Katzenhilfe Bremerhaven e.V.
Bankverbindung: Städtische Sparkasse
BLZ: 292 500 00
Kontonr.: 5 60 04 64
Tel.: 04744/ 82 10 29 2

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